Col·lectiu Emma - Explaining Catalonia

Saturday, 13 october 2012 | Frankfurter Allgemeine

Deutsch

Empfohlener Artikel: "Feiertag ohne Pomp", in Frankfurter Allgemeine, von Leo Wieland

Wir möchten der Artikel "Feiertag ohne Pomp", in Frankfurter Allgemeine, von Leo Wieland, empfehlen.

Artikel Auszüge:

Es war spanischer Nationalfeiertag und einer ging nicht hin: Artur Mas, der Ministerpräsident von Katalonien. Der „Tag der Hispanidad“, an dem auch der Entdeckung Amerikas durch den italienischen Seefahrer in spanischen Diensten Christoph Kolumbus gedacht wird, stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Im Schatten der Wirtschaftskrise und der separatistischen Bestrebungen von Katalonien war es eine Sparveranstaltung mit symbolischer Spaltung. (...)

Das Motto der Veranstaltung „Wir alle zusammen sind unsere Stärke“ war ein Versuch der Regierung, den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen patriotisch entgegen zu wirken. Der katalanische Ministerpräsident Mas hatte keinen einzigen Vertreter seiner Region nach Madrid geschickt. Sein Vorgänger José Montilla hatte zuletzt im Jahr 2010 an den Feierlichkeiten in der Hauptstadt nicht teilgenommen. Mas hingegen meldete sich mit einem Interview in der Zeitung „La Vanguardia“. Dort kündigte er an, dass nach den vorgezogenen Wahlen am 25. November in der nächsten Legislaturperiode „so oder so“ eine Volksabstimmung abgehalten werde. Die Frage werde lauten: „Wollen Sie, dass Katalonien ein Staat in der Europäischen Union wird?“ Spanische Verfassungsrechtler versuchen ihm dies auszureden und weisen unter anderem darauf hin, dass die Region Katalonien nicht mit dem Fall Schottlands zu vergleichen sei, weil dieses „400 Jahre lang ein unabhängiges Königreich war und Katalonien nie“.

Unterdessen ging der Disput zwischen Madrid und Barcelona auf anderen Ebenen weiter. Hatten die Cortes am Dienstag mit überwältigender Mehrheit (86 Prozent der Abgeordneten) ein einseitiges Referendum abgelehnt, so konterten die Katalanen am Mittwoch mit einer Umfrage des Centre d‘Estudis d‘Opinió, wonach 74 Prozent der Bevölkerung dafür seien. (...)

Der spanische Kulturminister Ignacio Wert machte dann den Separatisten noch ein unerwartetes Wahlkampfgeschenk, als er sich im Parlament ungelenk dafür aussprach, „die katalanischen Schüler zu espanolisieren“, womit er eigentlich nur die sprachliche Chancengleichheit meinte und das Recht der Eltern, ihre Kinder nach Wunsch auch auf Spanisch unterrichten zu lassen. Das sei, so schallte es empört zurück, doch purer Franquismus.


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