Col·lectiu Emma - Explaining Catalonia

Sunday, 13 september 2009 | Neue Zürcher Zeitung

Deutsch

Öffentliche Antwort and die Neue Zürcher Zeitung

Sehr geehrte Damen und Herren

In Ihrem Artikel „Verunsichertes Spanien im sechsten Jahr unter Zapatero“, in der Ausgabe vom Samstag, den 13.September 2009, wird die heutige Struktur des spanischen Staates und die nachhaltigen Forderungen der Basken und Katalanen als eine der wichtigsten Probleme Spaniens dargestellt.


Wir möchten, bezüglich dieses Artikels gewisse Punkte klarstellen:

In diesem Artikel wird nicht über die Legitimität und die Rationalität der katalanischen Forderungen berichtet. Die eingeschränkte Autonomie, die die spanische Verfassung von 1978 Katalonien erteilte, war nicht ein unbegründetes, historisches Privileg – wie jetzt einige Kreise behaupten wollen - sondern die Wiedereinstellung der „Generalitat de Catalunya“, nach 40 Jahren Diktatur: Katalonien ist eine Nation mit historischen Rechten und die Katalanen haben nie auf Ihre Rechte auf Selbstbestimmung und Selbständigkeit verzichtet.
 
Bezugnehmend auf obige Gründe erklären sich die Forderungen Kataloniens von selbst. Ein Beispiel dieser Problematik ist der legitime Anspruch Kataloniens auf ein gerechtes Finanzierungsmodel: Catalunya zahlt Spanien etwa 10% seines PIB, das ist mehr als jede andere Region eines Industriestaates je bezahlt hat.
 
Auch die Anerkennung der eigenen Sprache verursacht Spannungen mit der Zentral-regierung: Spanien anerkennt nicht das Katalanisch als offizielle Sprache des spanischen Staates an, und was noch gravierender ist: Es ist nicht erlaubt katalanisch im spanischen Parlament zu sprechen bzw. diese Sprache im Umgang mit einer spanischen Institution -ausserhalb Kataloniens - zu benutzen. (In dieser Hinsicht bewundern wir die Sprachpolitik der Schweiz).
 
Wie in Ihrem Artikel bekräftig wird: die Eingliederung Kataloniens in Spanien bedeutet die Quadratur des Zirkels. Das ist möglicherweise unmöglich, wie die letzten 300 Jahre Streitigkeiten zwischen beiden Nationen bestätigen, und wie ein grosser Teil des katalanischen Volkes bemerkt hat.


Die Vereinigung Emma ist eine Gruppierung von Katalanen.

Ziel der Gruppierung ist die Realität Kataloniens aufzuzeigen. Wir möchten, dass die Welt uns kennt, so wie wir sind, nicht wie andere über uns erzählen. Wir geben, deshalb, eine Antwort auf die verschiedenen Artikel, die über unser Land und unsere Problematik berichten. Eine objektive Berichterstattung über Katalonien in der internationalen Presse ist uns ein fundamentales Anliegen.


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Col·lectiu Emma ist ein Netzwerk von Katalanen und Kennern des Landes, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Berichte über Katalonien in den internationalen Medien zu sammeln und auszuwerten. Dabei ist es unser Ziel, daß die Weltöffentlichkeit ein möglichst faires und neutrales Bild über Kataloniens Vergangenheit und vor allem über seine aktuelle Entwicklung bekommt.

Unser Ziel ist es, eine zuverlässige und allseits anerkannte Informationsquelle über Katalonien von einem katalanischen Gesichtspunkt aus zu werden.

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