Col·lectiu Emma - Explaining Catalonia

Monday, 7 january 2013 | Neue Zürcher Zeitung

Deutsch

Empfohlener Artikel: "Globalisierung fördert die Kleinstaaterei und umgekehrt" (Neue Zürcher Zeitung)

Wir möchten den Artikel "Globalisierung fördert die Kleinstaaterei und umgekehrt" von Martin Lanz in 'Neue Zürcher Zeitung', empfehlen.

In Katalonien, einer der reichsten Regionen Spanien, gibt es eine starke Bewegung für die Abspaltung von Spanien. Auch in Schottland möchten massgebende Kreise unabhängig von Grossbritannien werden. Würden Katalonien und Schottland eigenständige Nationen, entspräche das durchaus dem seit Ende des Zweiten Weltkrieg herrschenden Trend. In den letzten 60 Jahren hat sich die Zahl der Länder auf fast 200 verdoppelt.

Für diesen Trend gibt es verschiedene Erklärungen. Ganz offensichtlich lohnt es sich aber, ein kleines Land zu sein. Man braucht sich bloss die Rangliste der wohlhabendsten Länder – gemessen am Bruttoinlandprodukt pro Kopf – vor Augen zu führen. Denn mit Ausnahme der USA, Australiens, Deutschlands, Kanadas und Japans figurieren kaum grosse Länder unter den reichsten Nationen. An der Spitze stehen Staaten wie Luxemburg, Katar, Singapur und die Schweiz. Wer will es da Katalonien und Schottland verargen, auf eigene Faust das Glück zu versuchen, wenn Spanien und Grossbritannien in der Krise stecken?

Ein Argument für die Zugehörigkeit zu einem grossen Land – das Potenzial für das Ausnutzen von Skaleneffekten, welches ein grosser Binnenmarkt bietet – hat infolge der Globalisierung viel an Relevanz verloren. Der Freihandel und die zunehmende Öffnung der Märkte erlauben es selbst Ländern mit kleinen Heimmärkten, wirtschaftlich zu florieren. Für grössere Länder spricht hingegen immer noch, dass eine grössere Volkswirtschaft in der Regel diversifizierter und deshalb resistenter ist. Die Abhängigkeit von einzelnen Exportbranchen kann im Krisenfall ein kleines Land in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Diese Güterabwägung muss ein mit der Unabhängigkeit liebäugelndes Land denn auch vornehmen. Aber eines ist sicher: Mit dem Abspaltungsentscheid verstärkt es die Fraktion kleiner, offener Volkswirtschaften, die ein vitales Interesse an freiem Handel haben. Der Nutzen, Teil eines neuen dynamischen Kollektivs zu sein, ist unbedingt einzukalkulieren.



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